RHV - Makler

Lexikon

Aktueller Rentenwert

Der Betrag, der einer monatlichen Altersrente aus Beiträgen eines Durchschnittsverdieners für ein Jahr entspricht. Der aktuelle Rentenwert ist ein wichtiger Bestandteil der Rentenformel. In den alten Bundesländern beträgt er im Zeitraum 1. Juli 2001 bis 30. Juni 2002 49,51 DM (25,31 Euro), in den neuen Bundesländern 43,15 DM (22,06 Euro).

Alleinerziehende

Alleinerziehende sind nach wie vor in den meisten Fällen Frauen, die oftmals auch mit kleinen Kindern erwerbstätig sein müssen. Ihre Verdienste liegen überwiegend unter dem Durchschnittseinkommen. Sie werden daher von den neuen Regelungen zur Aufwertung von Kindererziehung besonders profitieren.

Altersarmut, verschämte

Insbesondere ältere Menschen machen Sozialhilfeansprüche oft nicht geltend, weil sie den Unterhaltsrückgriff auf ihre Kinder befürchten. Dies ist eine wichtige Ursache für verschämte Altersarmut. Durch die Einführung einer eigenständigen, bedürftigkeitsabhängigen Grundsicherung im Rahmen der Rentenreform soll verschämte Armut im Alter künftig verhindert werden, denn gegenüber Kindern und Eltern mit einem Jahreseinkommen unter 100.000 Euro findet kein Unterhaltsrückgriff statt, wenn ihre Angehörigen die Grundsicherung in Anspruch nehmen.

Altersteilzeit

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ab 55 Jahren, die ihre Arbeitszeit auf 50% reduzieren, bekommen mindestens 70% des bisherigen Nettoentgelts sowie Beiträge zur Rentenversicherung auf der Basis von 90%.

Altersvermögen

Ziel der staatlich geförderten Eigenvorsorge ist der Aufbau eines Altersvermögens. Aus dem Altersvermögen soll als Ergänzung zu den Leistungen der gesetzlichen Rentenversicherung laufendes Einkommen fließen.

Anpassungsformel

Die Renten werden jährlich entsprechend der Lohnentwicklung der Beschäftigten erhöht. Aus Solidarität mit der jüngeren Generation stiegen die Renten im Jahr 2000 ausnahmsweise so stark wie die Preise. Ab dem Jahr 2001 wird zur lohnbezogenen Rentenanpassung zurückgekehrt. Die Anpassungsformel wird vereinfacht und auf die Bestandteile konzentriert, die maßgeblich für das Alterssicherungssystem sind. Das sind die Bruttolohnentwicklung, die Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung und zur zusätzlichen Altersvorsorge. Steuerrechtsänderungen, Beiträge zur Arbeitslosen- und Krankenversicherung werden nicht mehr berücksichtigt.

Anrechnungszeiten

Zeiten, in denen die versicherte Person aus bestimmten Gründen keine Beiträge zahlen konnte, z.B. wegen Krankheit, Arbeitslosigkeit, Schulausbildung nach dem 17. Lebensjahr oder Schwangerschaft. Anrechnungszeiten zählen auch ohne Beitragszahlung für die Rente.

Anwartschaften

Zukünftige Rentenansprüche, die durch das Bezahlen der Beiträge erworben werden.

Arbeitgeber-/ Arbeitnehmeranteil
Die Pflichtbeiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung werden grundsätzlich je zur Hälfte vom Arbeitgeber und Arbeitnehmer getragen.

Arbeitsentgelt

"Alle Einnahmen, die den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern aus einem Beschäftigungsverhältnis zufließen; gemeint ist das Bruttoentgelt (d.h. vor Abzug von Lohnsteuer etc.). Das beitragspflichtige Arbeitsentgelt ist maßgebend für die Berechnung der Rentenversicherungsbeiträge. Das jährliche Arbeitsentgelt, für das Beiträge gezahlt worden sind, wird in Entgeltpunkte umgerechnet und ist damit Bestandteil der Rentenberechnung."

Arbeitslosigkeit

Wer Arbeitslosengeld oder Arbeitslosenhilfe bezieht, ist versicherungspflichtig in der Rentenversicherung. Die Beiträge werden vom Arbeitsamt bezahlt.

Aufwertung von Kindererziehung

Rentenanwartschaften von Erziehungspersonen, die in den auf die drei Jahre Kindererziehungszeiten folgenden sieben Lebensjahren des Kindes (Kinderberücksichtigungszeit bis zum 10. Lebensjahr eines Kindes) erwerbstätig sind, werden bei der Rentenberechnung um die Hälfte bis maximal zum Durchschnittseinkommen (2001: monatlich 4594 DM/West, 3826 DM/Ost) aufgewertet. Voraussetzung sind 25 Jahre an rentenrechtlichen Zeiten (einschließlich Kinderberücksichtigungszeit). Dies kommt auch denjenigen zugute, die ein pflegebedürftiges Kind betreuen. Und das sogar bis zum 18. Lebensjahr. Kindererziehenden, die gleichzeitig zwei oder mehr Kinder unter zehn Jahren erziehen und deshalb oftmals nicht erwerbstätig sind, werden nach Auslaufen der Kindererziehungszeit (also ab dem 4. Lebensjahr des Kindes) ebenfalls Entgeltpunkte gutgeschrieben.





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B

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C

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Direktversicherung

Bezeichnet die Durchführung der betrieblichen Altersversorgung über ein Versicherungsunternehmen. Die Leistungen werden von einem Versicherungsunternehmen erbracht, mit dem der Arbeitgeber zu Gunsten der Beschäftigten einen Gruppenvertrag schließt. Die Versicherungsbeiträge erbringt der Arbeitgeber. Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer können künftig in den Fällen, in denen eine Vereinbarung über die Durchführung des Anspruchs auf betriebliche Altersversorgung nicht zustande kommt, den Abschluss einer Direktversicherung verlangen.

Direktzusage

Die Direktzusage ist einer der im Gesetz zur Verbesserung der betrieblichen Altersversorgung gesetzlich vorgesehenen Durchführungswege der betrieblichen Altersversorgung. Grundlage ist die Zusage des Arbeitgebers, eine bestimmte Versorgungsleistung zu erbringen. Die Finanzierung im Unternehmen erfolgt über Pensionsrückstellungen. Das zur späteren Versorgung erforderliche Kapital wird im Unternehmen angesammelt und im Versorgungsfall als nachträglicher Arbeitslohn ausgezahlt. In der Anwartschaftsphase fallen somit keine Steuern und Beiträge zur Sozialversicherung an. Die Versorgungsleistung unterliegt der Lohnsteuer (nachgelagerte Besteuerung). Direktzusagen werden von der gesetzlich vorgeschriebenen Insolvenzsicherung erfasst. Die Betriebsrente wird deshalb im Falle eines Konkurses des Arbeitgebers vom Träger der gesetzlichen Insolvenzsicherung weitergezahlt.

Durchführungsweg

Das Gesetz zur Verbesserung der betrieblichen Altersversorgung (BetrAVG) sieht für die betriebliche Altersversorgung bisher vier Durchführungswege vor. Die Durchführungswege sind: 1. Direktzusage 2. Unterstützungskasse 3. Pensionskasse 4. Direktversicherung. Im Zuge der Rentenreform ist mit dem Pensionsfonds ein neuer Durchführungsweg der betrieblichen Alters-versorgung geschaffen worden.





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Eck- oder Standardrentner

Eine für Vergleichszwecke erfundene Person, die 45 Jahre lang durchschnittlich verdient und in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt hat. Das Verhältnis der Rente dieser Vergleichsperson zum aktuellen Durchschnittseinkommen beziffert das Rentenniveau.

Eigenvorsorge (zusätzliche Altersvorsorge)

Die Eigenvorsorge bzw. zusätzliche Altersvorsorge soll die Leistungen der gesetzlichen Rente ergänzen. Deshalb wird die Eigenvorsorge künftig ab 2002 in Form von Zulagen und Steuervorteilen unterstützt. Dafür stellt der Staat ab 2008 rund 20 Mrd. DM zur Verfügung. Die Bundesregierung empfiehlt und fördert, die Eigenvorsorge ab 2002 bis zum Jahr 2008 in vier Schritten stufenweise aufzubauen. Wer ab 2008 einen Anlagebetrag (Eigenbeitrag plus staatliche Zulage) von insgesamt 4% seines sozialversicherungspflichtigen Einkommens im Jahr zusätzlich anspart, erhält den maximalen Fördersatz. Die maximale Zulage beträgt für Alleinstehende 300 DM, für Verheiratete 600 DM und für jedes Kind zusätzlich 360 DM im Jahr. Ist die Steuerersparnis durch den Sonder-ausgabenabzug höher als die Zulage, wird die Differenz dem Steuerpflichtigen gutgeschrieben.

Einkommensanrechnung bei Renten wegen Todes

Auf Witwen- und Witwerrenten sowie auf Waisenrenten an über 18-jährige Waisen werden eigene Einkünfte des Berechtigten oberhalb eines bestimmten Freibetrags zu 40% angerechnet.

Entgelt

Das Arbeitsentgelt eines Arbeitnehmers.

Entgeltpunkte

Der beitragsbezogene Bestandteil der Rentenberechnung. Das jährlich erzielte Arbeitsentgelt wird in Entgeltpunkte umgerechnet, indem es durch das Durchschnittsentgelt des gleichen Jahres geteilt wird. Wer in einem Kalenderjahr so viel Entgelt erzielt hat wie der Durchschnitt aller Versicherten, erhält genau einen Entgeltpunkt. Wer mehr verdient hat, erhält einen Entgeltpunktwert von über 1,0, wer weniger verdient hat, von unter 1,0.

Entgeltumwandlung für die betriebliche Altersvorso

Entgeltumwandlung bezeichnet die Umwandlung von Entgeltbestandteilen in eine betriebliche Versorgungsanwartschaft. Im Rentenreformkonzept ist vorgesehen, dass Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer künftig einen Anspruch auf Entgeltumwandlung erhalten. Dadurch wird sichergestellt, dass jede Arbeitnehmerin und jeder Arbeitnehmer einen Zugang zur betrieblichen Altersversorgung erhält. Tarifvertraglich vereinbarte Entgelte können allerdings nur durch eine tarifvertragliche Regelung umgewandelt werden. Es ist daher zu erwarten, dass die Entgeltumwandlung zunehmend zum Gegenstand von Tarifverträgen werden wird. Beiträge zu Direktversicherungen, Pensionskassen und Pensionsfonds, die durch Entgeltumwandlung finanziert werden, können im Rahmen des Konzeptes zur Förderung der zusätzlichen kapitalgedeckten Altersversorgung staatlich gefördert werden. Daneben besteht noch bis Ende 2008 die Möglichkeit, für umgewandelte Entgeltbestandteile die Beitragsfreiheit in der Sozialversicherung in Anspruch zu nehmen. Diese Form der Förderung belastet das Beitragsaufkommen der Sozialversicherung und wird mit Beginn des Jahres 2009 abgeschafft.

Erwerbsminderungsrenten

Wenn die Erwerbsfähigkeit des Versicherten eingeschränkt oder ganz weggefallen ist, ersetzt die Erwerbsminderungsrente entstehende Einkommenslücken. Sie wird bis zur Vollendung des 65. Lebensjahres oder bis zur Erreichung einer vorgezogenen Altersgrenze gezahlt. Anschließend steht dem Versicherten die Regelaltersrente oder eine vorgezogene Altersrente zu.





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F

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Generationengerechtigkeit

Wird hergestellt, indem die Interessen der jüngeren und der älteren Generation gleichermaßen berücksichtigt werden. Durch bezahlbare und stabile Beitragssätze einerseits und durch ein stabiles Rentenniveau andererseits.

Generationenvertrag

Die jeweils jüngere Generation finanziert mit ihren Beiträgen die Renten der jeweils älteren Generation (Umlageverfahren). Der Generationenvertrag beruht somit auf dem Prinzip der Solidarität zwischen Jung und Alt.

Gesetzliche

Hauptsäule der Alterssicherung. Die gesetzliche Rentenversicherung ist als Pflichtversicherung für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer angelegt. Aber auch für bestimmte Gruppen von Selbstständigen und andere Personengruppen. Und den meisten nicht versicherungspflichtigen Personen bietet sie die Möglichkeit der freiwilligen Versicherung oder für nicht versicherungspflichtige Selbstständige die Versicherungspflicht auf Antrag.

Grundsicherung

Bedürftigkeitsabhängige Leistung für über 65-Jährige und aus medizinischen Gründen dauerhaft voll Erwerbsgeminderte ab dem 18. Lebensjahr. Rechtsgrundlage: im Rahmen der Rentenreform eingeführtes Gesetz über eine bedarfsorientierte Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung (GSiG) zur Verhinderung verschämter Altersarmut. Gegenüber Kindern und Eltern mit einem Jahreseinkommen unter 100.000 Euro findet kein Unterhaltsrückgriff statt, wenn ihre Angehörigen die Grundsicherung ab 2003 in Anspruch nehmen.





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Hinterbliebenenrente

Die gesetzliche Rentenversicherung leistet den Hinterbliebenen eines Versicherten Ersatz für den durch seinen Tod entfallenden Unterhalt in Form der Witwen- und Witwerrente sowie der Waisenrente.

Hinzuverdienst-Grenze

Gibt an, bis zu welcher Grenze eine Rentnerin oder ein Rentner eigenes Entgelt hinzuverdienen darf, ohne dass sich der Hinzuverdienst auf die Rente auswirkt.





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Invalidenrente

Umgangssprachlicher Begriff für Rente wegen Erwerbsminderung.





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J

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Kinderberücksichtigungszeiten

Kinderberücksichtigungszeiten werden Erziehenden von der Geburt des ersten bis zur Vollendung des 10. Lebensjahres des jüngsten Kindes angerechnet. Sie haben vor allem Bedeutung für die Wartezeit für vorzeitige Altersrenten, die Bewertung beitragsfreier Zeiten und die Aufrechterhaltung des Invaliditätsschutzes. Für diese Zeit sieht die Reform weitere Maßnahmen zur Aufwertung von Kindererziehung vor.

Kindererziehungszeiten/ Kindererziehungsjahre

Zeiten der Kindererziehung sind nach Einführung der Beitragszahlung durch den Bund echte Beitragszeiten und werden mit dem Durchschnittsverdienst des jeweiligen Erziehungsjahres bewertet. Für jedes Kind, das vor 1992 geboren wurde, wird als Kindererziehungszeit das erste Jahr nach der Geburt angerechnet; für seit 1992 geborene Kinder die ersten drei Jahre nach der Geburt.

Kinderzulage

Bei der Förderung der zusätzlichen privaten Eigenvorsorge gibt es für jedes Kind, für das Anspruch auf Kindergeld besteht, eine Zulage in Höhe von 185 €.





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Lohnersatzleistungen

Das sind Krankengeld, Verletztengeld, Versorgungskrankengeld, Übergangsgeld, Unterhaltsgeld, Arbeitslosengeld und Arbeitslosenhilfe. Zeiten, in denen solche Leistungen bezogen werden, sind Pflichtbeitragszeiten in der gesetzlichen Rentenversicherung.

Lohnnebenkosten

Die Lohnnebenkosten (genauer: Personalzusatzkosten) geben die Differenz an zwischen den gesamten beim Arbeitgeber anfallenden Arbeitskosten und dem auf die tatsächliche geleistete Arbeit entfallenden Arbeitsentgelt. Zu unterscheiden ist zwischen tariflichen (z.B. Urlaubs- und Weihnachtsgeld) und gesetzlichen Lohnnebenkosten. Zu Letzteren zählen z.B. die Bezahlung während Feiertagen und vor allem auch die Arbeitgeberanteile am Sozialversicherungsbeitrag.





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Mindesteigenbeitrag

Um künftig die maximale staatliche Zulage zur zusätzlichen Eigenvorsorge zu bekommen, ist ein Mindesteigenbeitrag vorgesehen. Alleinstehende ohne Kinder müssen ab 2005 mindestens 176 DM, mit einem Kind mindestens 147 DM und mit zwei oder mehr Kindern mindestens 117 DM im Jahr ansparen, um vom Staat den vollen Fördersatz zu bekommen. Von 2002 bis 2004 gelten die halben Beträge. Siehe Eigenvorsorge.

Mindestrente/Rente nach Mindesteinkommen

Allgemeine Mindestrenten gibt es im leistungsbezogenen Rentensystem der Bundesrepublik Deutschland nicht. Bei sehr geringen Verdiensten werden jedoch niedrige Pflichtbeiträge vor 1992 unter bestimmten Voraussetzungen bei der Rentenberechnung angehoben. Die für Zeiten ab 1992 geltende kindbezogene Höherbewertung von Beitragszeiten ist eine Weiterentwicklung der Rente nach Mindesteinkommen speziell für Erziehende.





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Neuzugänge

Personen, die im Lauf eines Kalenderjahrs erstmals zu Beziehern einer Rente werden.

Nominalwertzusage

Zusage des Anbieters eines Altersvorsorgevertrages, dass zu Beginn der Auszahlungsphase des Vertrages mindestens ein Kapital in Höhe der eingezahlten Altersvorsorgebeiträge für die Auszahlungsphase zur Verfügung steht.





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Ostrenten

"Bis zur Verwirklichung einheitlicher Einkommensverhältnisse in ganz Deutschland werden persönliche Entgeltpunkte -Ost“ und ein aktueller Rentenwert ""Ost"" zur Rentenberechnung herangezogen."





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Pensionsfonds

Der Pensionsfonds ist ein neuer Durchführungsweg für die betriebliche Altersversorgung. Die Finanzierung erfolgt grundsätzlich über Beiträge des Arbeitgebers. Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer erhalten einen unmittelbaren Anspruch auf Versorgungsleistungen gegen den Pensionsfonds. Der Pensionsfonds hat die Möglichkeit, auch beitragsbezogene Versorgungszusagen zu verwalten. Das angesammelte Versorgungskapital kann relativ frei auf dem Kapitalmarkt investiert werden. Die Höhe der späteren Leistung hängt somit auch von der erzielten Kapitalrendite ab. Weil die Kapitalanlage bei Pensionsfonds im Vergleich zu Direktversicherungen und Pensionskassen wesentlich weniger reglementiert werden soll, besteht die Möglichkeit, höhere Renditen und damit höhere Versorgungsleistungen zu erzielen. Andererseits wird der Ausfall einer Versorgungsleistung bei Kapitalverlust ausgeschlossen, weil der Arbeitgeber dafür einstehen muss, dass im Versorgungsfall zumindest die Summe der eingezahlten Beiträge zur Verfügung steht. Diese sog. Mindestleistung soll auch der gesetzlichen Insolvenzsicherung nach dem Betriebsrentengesetz unterliegen. Beiträge an einen Pensionsfonds, die aus Entgeltumwandlung aufgebracht werden, sind nach den vorgesehenen Regelungen zur Förderung der zusätzlichen kapitalgedeckten Altersvorsorge förderfähig. Außerdem sollen Anwartschaften aus Direktzusagen und Unterstützungskassen steuer- und beitragsfrei auf einen Pensionsfonds übertragen werden können. Damit wird durch den Pensionsfonds auch für die nicht förderfähigen Durchführungswege der betrieblichen Altersversorgung ein Zugang zum Fördersystem geschaffen.

Pensionskasse

Leistungen der betrieblichen Altersversorgung können von einer - rechtlich selbstständigen - Pensionskasse erbracht werden. Die erforderlichen Mittel werden vom Arbeitgeber während der Anwartschaftsphase zur Verfügung gestellt. Wenn die Beschäftigten ihren Rechtsanspruch in Anspruch nehmen wollen, gilt: Ist der Arbeitgeber bereit, im Rahmen des Anspruches auf Entgeltumwandlung seine Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in einer Pensionskasse abzusichern, muss - soweit sich die Parteien dann nicht ohnehin darauf einigen - künftig dieser Durchführungsweg gewählt werden.





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Q

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Renditen der gesetzlichen Rentenversicherung

Die gesetzliche Rentenversicherung bietet neben der Sicherung im Alter finanzielle Unterstützung bei Risiken wie Erwerbsminderung, Tod des Ehepartners oder Tod der Eltern. Außerdem werden Kuren, berufsfördernde Rehabilitationsmaßnahmen sowie für Rentnerinnen und Rentner der Arbeitgeberanteil zur Kranken- und Pflegeversicherung geleistet. Dies deckt eine private Versicherung nicht automatisch ab. Werden diese Unterschiede im Leistungsspektrum nicht berücksichtigt, führt dies stets zu einer Verzerrung des Renditevergleichs zu Lasten der gesetzlichen Rentenversicherung.

Rentenanpassungsformel

siehe Anpassungsformel

Rentenbescheid

Mit dem Rentenbescheid wird der Rentenanspruch festgestellt. Der Berechtigte kann den Bescheid mit Widerspruch anfechten.

Rentenniveau

Das Rentenniveau errechnet sich aus dem Verhältnis der Eck- oder Standardrente zum aktuellen Durchschnittseinkommen. Es liegt heute bei etwa 70% des durchschnittlichen Nettoeinkommens und soll nach den Vorausberechnungen zur Reform bis zum Jahre 2030 bei ca. 68% liegen. Zeichnet sich durch neue Vorausberechnungen im Rentenversicherungsbericht ab, dass dieser Wert unterschritten werden könnte, sind die jetzige bzw. künftige Bundesregierungen verpflichtet einzuschreiten. In Zukunft wird das Gesamtniveau, das sich aus der gesetzlichen Rente und den Leistungen der staatlich geförderten Eigenvorsorge ergibt, deutlich über dem heutigen Rentenniveau liegen.

Rentenrechtliche Zeiten

Beitragszeiten, beitragsfreie Zeiten und Kinderberücksichtigungszeiten sind die rentenrechtlichen Zeiten. Sie bestimmen die Höhe der Rente. Außerdem ist eine bestimmte Anzahl rentenrechtlicher Zeiten Voraussetzung für die Zahlung der Rente.

Rentensplitting unter Ehegatten

Verheiratete Rentnerinnen und Rentner können übereinstimmend ein Rentensplitting unter Ehegatten wählen. Das Rentensplitting erfolgt durch Aufteilung der gemeinsam in der Ehezeit erworbenen Rentenanwartschaften. Zu Lebzeiten beider Ehegatten erhält dann jeder seine eigene - durch das Splitting veränderte - Versichertenrente. Sie verbleibt dem Überlebenden nach dem Tod des anderen Ehegatten und geht ihm - anders als eine Witwen- oder Witwerrente - auch bei Wiederheirat nicht verloren.

Rentenversicherungsträger

Träger der Rentenversicherung sind die Bundesversicherungsanstalt für Angestellte in Berlin (BfA), die Landesversicherungsanstalten, die Bundesknappschaft, die Bahnversicherungsanstalt und die Seekasse.

Restverrentung

Der Abschluss einer Rentenversicherung ab dem 85. Lebensjahr im Anschluss an Auszahlungen aus einem Investmentfonds oder einem Banksparplan.





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Solidarität

Das solidarische Prinzip bleibt das Fundament der gesetzlichen Rentenversicherung: die Solidarität der Jungen mit den Alten, der Gesunden mit den Kranken, der Leistungsstarken mit den Leistungsschwachen. Daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern.

Sonderausgabenabzug

Sonderausgaben sind private Ausgaben, die nicht in wirtschaftlichem Zusammenhang mit einer der sieben Einkunftsarten stehen und daher weder Betriebsausgaben noch Werbungskosten darstellen dürfen. Solche Privatausgaben sind nur dann von der einkommensteuerlichen Bemessungsgrundlage abziehbar, wenn das Gesetz dies wegen der unvermeidbaren bzw. förderungswürdigen Minderung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit des Steuerpflichtigen ausdrücklich vorsieht. In anderen Fällen scheidet ein Abzug in der Regel aus. Sonderausgaben können grundsätzlich nur solche Aufwendungen sein, die auf einer eigenen Verpflichtung des Steuerpflichtigen beruhen und von ihm selbst entrichtet worden sind. Der Sonderausgabenabzug erfolgt für das Kalenderjahr, in dem die Aufwendungen geleistet worden sind.

Standardrente

siehe Eckrentner





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Teilrente

Durch Bezug einer Teilrente bei entsprechender Einschränkung der Erwerbstätigkeit können Versicherte gleitend in den Ruhestand wechseln. Eine Teilrente kann beanspruchen, wer die Voraussetzungen für die Altersrente erfüllt.





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Umlagesystem/ Umlageverfahren

Die Beiträge der heutigen Beitragszahler werden nicht angespart, sondern sofort für die Finanzierung der heutigen Renten verwendet.

Unterhaltsrückgriff

Beantragen hilfebedürftige Menschen Leistungen nach dem Bundessozialhilfegesetz, müssen wegen des Grundsatzes der Nachrangigkeit der Sozialhilfe deren Kinder oder Eltern für den Unterhalt aufkommen. Dieser Unterhaltsrückgriff ist die Hauptursache für verschämte Altersarmut. Um diese künftig zu verhindern, wurde im Rahmen der Rentenreform für über 65-Jährige und für aus medizinischen Gründen dauerhaft voll Erwerbsgeminderte ab dem 18. Lebensjahr eine bedürftigkeitsabhängige, gegenüber der Sozialhilfe vorrangige Grundsicherung eingeführt, bei der ein Unterhaltsrückgriff auf Kinder bzw. Eltern mit einem Jahreseinkommen unter 100.000 Euro nicht stattfindet, wenn ihre Angehörigen die Grundsicherung in Anspruch nehmen.

Unterstützungskasse

Die Unterstützungskasse ist ein im Gesetz zur Verbesserung der betrieblichen Altersversorgung vorgesehener Durchführungsweg der betrieblichen Altersversorgung. Anders als bei der Direktzusage verbleibt das Versorgungskapital jedoch nicht im Unternehmen, sondern wird an eine rechtlich selbstständige Unterstützungskasse gezahlt. Allerdings können die Versorgungsverpflichtungen über eine Unterstützungskasse grundsätzlich nicht voll ausfinanziert werden. Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer erhalten keinen Leistungsanspruch gegen die Unterstützungskasse, sodass der Arbeitgeber ihnen gegenüber zur Leistung verpflichtet bleibt. Die Versorgungsleistungen sind als nachträglicher Arbeitslohn zu versteuern. In der Anwartschaftsphase fällt dagegen für die Beiträge des Arbeitgebers an die Unterstützungskasse keine Lohnsteuer an (nachgelagerte Besteuerung). Unterstützungskassenzusagen unterliegen wie Direktzusagen der gesetzlichen Insolvenzsicherung.





Versicherungslücken

Zeiten, in denen keine Beiträge zur Rentenversicherung gezahlt wurden und die auch nicht als sonstige rentenrechtliche Zeiten anerkannt sind. Das sind häufig Zeiten als Selbstständiger, mithelfender Familienangehöriger in der Landwirtschaft oder im eigenen Haushalt. Solche Versicherungslücken wirken rentenmindernd. Lücken in der Versicherung können auch bei jüngeren Versicherten etwa durch Arbeitslosigkeit oder Krankheit vor Eintritt ins Berufsleben oder längerer schulischer Ausbildung entstehen. In diesen Fällen wird künftig die Rentenhöhe nicht mehr negativ beeinflusst werden. Denn diese Zeiten werden bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres als Versicherungszeiten angerechnet, auch wenn die Person vorher nicht versicherungspflichtig war.

Versicherungspflicht

Arbeiter, Angestellte und Auszubildende sowie Erziehungs- und Pflegepersonen sind versicherungspflichtig. Für Selbstständige gibt es besondere Regelungen. Nichterwerbstätige, Beamte, Schüler und Bezieher von Altersvollrenten sind versicherungsfrei. Und geringfügig Beschäftigte können auf die Versicherungsfreiheit verzichten, ihre Beiträge aufstocken und damit vollwertige Ansprüche erwerben.

Versicherungsverlauf

Arbeiter, Angestellte und Auszubildende sowie Erziehungs- und Pflegepersonen sind versicherungspflichtig. Für Selbstständige gibt es besondere Regelungen. Nichterwerbstätige, Beamte, Schüler und Bezieher von Altersvollrenten sind versicherungsfrei. Und geringfügig Beschäftigte können auf die Versicherungsfreiheit verzichten, ihre Beiträge aufstocken und damit vollwertige Ansprüche erwerben.

Versorgungsausgleich

Bei Scheidungen werden die während der Ehe erworbenen Versorgungsanwartschaften auf beide Partner zu gleichen Teilen aufgeteilt. Ausgleichspflichtig ist der Ehegatte mit der höheren Anwartschaft.





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Wartezeit

Erst nach einer Mindestversicherungszeit (Wartezeit) können Leistungen aus der Rentenversicherung beansprucht werden. Die allgemeine Wartezeit von fünf Jahren ist Voraussetzung für den Anspruch auf die Regelaltersrente. Für die Rente wegen Erwerbsminderung und für Renten wegen Tod ist ebenfalls eine Wartezeit von fünf Jahren nötig, in Ausnahmen (z.B. Arbeitsunfall oder volle Erwerbsminderung) kann trotzdem eine Rente gezahlt werden. Für Altersrenten vor dem 65. Lebensjahr ist die Wartezeit höher.

Witwen- und Witwerrente

siehe Hinterbliebenenrente





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X

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Y

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Zeitwert

Wert einer Sache zu einem bestimmten Zeitpunkt; im Gegensatz zum Neuwert (Neuanschaffungspreis) oder ursprünglichen Anschaffungspreis. Entspricht dem Neuwert abzüglich eines Betrages für Alter, Abnutzung und Gebrauch.

Zentralruf der Autoversicherer

Unter der Rufnummer 0180-25 026 kann man nach einem Unfall rund um die Uhr erfahren, bei welcher Versicherung das Fahrzeug des Unfallgegners haftpflichtversichert ist. Gegebenenfalls wird die Schadenmeldung an die Versicherung weitergeleitet, oder man wird direkt mit der zuständigen Regulierungsstelle verbunden.

Zinsen

siehe Rechnungszins

Zusatzversicherung

1. Zusätzlicher Privatversicherungsschutz zum Sozialversicherungsschutz, z.B. Krankenhaustagegeldversicherung. 2. Erweiterung einer Hauptversicherung oder einer bestehenden Versicherung um einen Zusatzschutz, z.B. Berufsunfähigkeits- und Unfallzusatzversicherung in Ergänzung zu einer Risikolebensversicherung oder kapitalbildenden Lebensversicherung. Siehe Berufsunfähigkeits- und Unfall-Zusatzversicherung Pflegerentenzusatzversicherung

Zuwachsversicherung

siehe Anpassungsversicherung





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